eab

unregistriert

1

Samstag, 17. Januar 2004, 13:59

Praxisgebühr

Originaltext Zeitung von heute:
Berlin. WEgen der Praxisgebühr von zehn Euro hat ein 39- Jähriger in Berlin eine Zahnärztin und ihre Auszubildende verprügelt. Der Mann kam mit Zahnschmerzen in die Praxis. "Als eine Zahnarzthelferin die Gebühr verlangte, wurde der Patient rabiat und schlug um sich", teilte die Polizei mit. Der Mann trag die 18 Jahre alte Auszubildende mit der Faust im Gesicht. Der Ärztin schlug er an den Kehlkopf. Seit Einführung der Gebühr sind laut Kassenärztlicher Vereinigung mehrere Einbrüche bekannt geworden, bei denen Praxen verwüstet und Geld gestohlen wurde.

Ausserdem hab ich schon mehrfach gehört, dass jemand lieber alte Medikamente genommen hat, statt die Gebühr zu bezahlen und zum Arzt zu gehen.

Was haltet ihr von der ganzen Geschichte? Gehört ihr zu den Menschen, die den Arzt/ die Ärztin am liebsten auch schlagen wollt oder zahlt ihr lieb und brav die 10 €??

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eab« (17. Januar 2004, 14:00)

  • Zum Seitenanfang

n8eule

unregistriert

2

Samstag, 17. Januar 2004, 23:04

Nun, die armen ( :lol:) Ärzte oder deren Angestellten können nun wirklich nicht viel dafür (obwohl... aber das ist ein anderes Thema! :biggrins:)!
Es nutzt also nix DIESE zu vehauen - Prügel sollten andere beziehen und zwar die, die diesen unausgegorenen Mist verabschiedet haben. Es stehen so viele Unklarheiten über die quartalsmässige Praxisgebühr im Raum, dass mir die Haare zu Berge stehen. Erinnert mich irgendwie an Trittins Pfandsystem... :lol:

Ums Zahlen kommt man wohl nicht herum, wenn man Doktorchens Leistungen beanspruchen möchte. Das Verhältnis des Arbeitsaufwandes in den Praxen, das notwendige Verwaltungskontingent bei den Kassen und die unabdingbare Überwachung des Ganzen durch die staatlichen Ämter kann IMO hörere Kosten verursachen als die Ziehung von 10 EUR eines jeden Pantienten pro Quartal.

Vielleicht dienst dieses System dazu, unsere Arbeitslosenquote nicht noch weiter sinken zu lassen... :???: ;-( :biggrins:
  • Zum Seitenanfang

eab

unregistriert

3

Sonntag, 18. Januar 2004, 04:02

Zitat

Original von Nachteule
Vielleicht dienst dieses System dazu, unsere Arbeitslosenquote nicht noch weiter sinken zu lassen...


das hat man beim dosenpfand ja auch gedacht...und was wurde draus? maschinen und roboter ersetzten den menschen... und ich glaub, allein die kontrolle und bearbeitung der gebühren kostet wahrscheinlich mehr als 10 euro, also hätte man sich das ganze auch sparen können... ausserdem wird der betrag wahrscheinich erhöht. die jetzige gebühr ist wohl nur zum eingewöhnen...
  • Zum Seitenanfang

Glare

unregistriert

4

Sonntag, 18. Januar 2004, 11:08

Ich finds nur unfair das Politiker weniger bezahlen müssen :base:
  • Zum Seitenanfang

eab

unregistriert

5

Sonntag, 18. Januar 2004, 13:09

warum? die verdienen doch so wenig!!
  • Zum Seitenanfang

Sternchen

unregistriert

6

Sonntag, 18. Januar 2004, 14:04

das find ich auch total bekloppt. ich bin zum glück privat versichert und musste noch nix bezahlen. ich find die gebühr ansich echt blöd, aber ich denke man sollte das nicht an den ärzten auslassen, die wollten das ja zum großteil auch nicht.
  • Zum Seitenanfang

Hotte

Profi

Beiträge: 861

Geburtstag: 8. August 1983 (27)

Geschlecht: Männlich

7

Sonntag, 18. Januar 2004, 15:09

...und bald is das gesundheitswesen wie bei den amis...
Je mehr Käse, desto mehr Löcher
Je mehr Löcher, desto weniger Käse
Je mehr Käse desto weniger Käse :lar:
  • Zum Seitenanfang

LadyNight

unregistriert

8

Sonntag, 18. Januar 2004, 15:31

Ich finde es nur Traurig,da es viele Menschen gibt,die eh schon auf sovieles verzichten müssen und nun noch eine weitere Last tragen müssen.
Vorallem denke ich daran an allein Erziehende Mütter,die drei bis vier Kinder hat,die muss für jedes Kind zahlen,also anstatt,das sie mal sich etwas schönes Leisten kann darf sie dann nur noch Zahlen. (dabei kriegen die eh schon extrem wenig).
Die Ärzte haben sich dazu auch geäußert das sie es Irrparable finden,eine Praxisgebühr einzuführen,das ganze haben wir den allzulieben Staat zu verdanken,der wahrscheinlich noch mehr Unsinn anfängt als er jemals wieder gut machen kann und da er so verschwenderisch ist mit dem Steuergeldern, muss nun der Bürger dafür herhalten!
Aber was bringts sich aufzuregen darüber?Ändern können wir es ja doch nicht!
  • Zum Seitenanfang

SPIRIT

Profi

Beiträge: 572

Geburtstag: 14. August 1979 (31)

Geschlecht: Weiblich

9

Sonntag, 18. Januar 2004, 15:42

Die Kassen streichen doch nur noch...möchte gern mal wissen was mit den versprochenen Leistungen ist...kommt mir vor wie unsere Regierung...große Klappe und nix dahinter
:smoke: :bigtongue: Ich bin wer ich bin...entweder Ihr nehmt mich so,oder laßt mich in Ruh!! :bigtongue: :smoke:
  • Zum Seitenanfang

LadyNight

unregistriert

10

Sonntag, 18. Januar 2004, 16:03

Zitat

Original von SPIRIT
Die Kassen streichen doch nur noch...möchte gern mal wissen was mit den versprochenen Leistungen ist...kommt mir vor wie unsere Regierung...große Klappe und nix dahinter


Tja und was sagt uns das,es wird viel Versprochen aber nichts gehalten,so ist es doch meistens!!!!! :nope:
  • Zum Seitenanfang

SPIRIT

Profi

Beiträge: 572

Geburtstag: 14. August 1979 (31)

Geschlecht: Weiblich

11

Sonntag, 18. Januar 2004, 16:10

Da geb i Dir Recht!!!!
:smoke: :bigtongue: Ich bin wer ich bin...entweder Ihr nehmt mich so,oder laßt mich in Ruh!! :bigtongue: :smoke:
  • Zum Seitenanfang

luna

unregistriert

12

Sonntag, 18. Januar 2004, 17:52

Wenn ich dieses Thema die letzten Wochen richtig verfolgt habe dann stimmt unser System nicht mehr richtig.

Angeblich sollen wir diese 10 Euro zahlen und als Gegenleistung sollen die Kassen ihre Beiträge senken. Das Geld was wir sparen geben wir aber gleichzeitig wieder als Praxisgebühr oder für Medikamente (welche wir jetzt auch mehr selbst tragen sollen) aus. Durch die Verwaltung der neuen Gebühr entstehen doch mehr Kosten als vorher?!. Zugleich wird das Arzt - Patienten Verhältnis enorm gestört und viele Patienten überlegen sich zwei mal, ob sie zum Arzt gehen. Wobei ich mir Gedanken mache: Es gibt viele Krankheiten die nur bei Früherkennung behandelt werden können. Wenn diese Menschen lange nachdenken und erst bei größeren Schmerzen zum Arzt gehen...kann es schon zu spät sein. In meinen Augen sind wir hier kein Sozialstaat mehr. Wir sind auch nicht besser als die USA. Wenn es nur um das sparen von Kosten geht, könnte man an anderen Ecken sparen, aber nicht beim Leben unserer Mitmenschen.

@LadyNight: Kinder unter 18 Jahren brauchen keine Gebühr zahlen.
  • Zum Seitenanfang

n8eule

unregistriert

13

Sonntag, 18. Januar 2004, 22:57

@luna: Das System stimmt schon noch - nur an der momentan praktizierten Umsetzung hapert es und es gibt zu viele Ausnahmen.

Alles in Allem durchlebt unser Sozialstaat ein politisch/wirtschaftliches Desaster und das ist einzig und alleine der Grund für Gebühren an "jeder Ecke".
Die Praxisgebühr (sollte ja Kassengebühr heissen, was jedoch abgelehnt wurde um den Hintergrund ein wenig zu vertuschen...) dient ausschliesslich den Krankenkasssen. Eine Beitragssenkung ist utopisch - wann wurden denn diesbezüglich jemals Beiträge gesenkt?

Jeder, der es sich leisten kann, flüchtet zu den privaten Kassen und jeder, der sich nichts leisten kann, wird von der AOK aufgefangen - eine Ungleichung für unser System. Folge daraus sind Defizite und um diese decken zu können, wird so ne Idee wie die Praxisgebühr geboren. Diese Geburt stammt aus der Bitte der Kassen an unsere lieben Politiker, die sich scheinbar keinen weiteren Kopf drum machen und sagen" lass die mal machen...". Traurig, traurig! ;-(

Ein Vergleich mit USA ("besser oder schlechter") ist unnötig und fehl am Platze. Wir haben hier ein ganz anderes System als die "übern Teich" und somit ist ein Vergleich nicht möglich.

Woher das ganze Theater kommt ist klar: "Wir sind die Doofen!" - weil wir ne Ellenbogen-Gesellschaft aufbauen/aufgebaut haben, weil wir dem Nachbarn nix gönnen, weil wir meinen "arm" zu sein und jedem Pfifferling nachjagen zu müssen. Doch gleichzeitig schimpfen wir auf die Politik, auf die von uns gewählten Vertreter. Klar, dass nur Mist dabei raus kommt - bei unserer Politikverdrossenheit?!
Ich meine, jeder sollte verstehen WIE unser soziales Netz funktioniert und das es NUR SO funktioniert! Zu viele Ausnahmen und Abgrenzungen zerstören es; zu viel Egoismus zerstört es; zu viel Passivität zerstört es!

Hach, da bin ich ja voll ins OT gelaufen... :base: :biggrins:
  • Zum Seitenanfang

luna

unregistriert

14

Sonntag, 18. Januar 2004, 23:22

@Nachteule: Die Gebühr wurde eingeführt unter der Bedingung, dass die Kassen die Beiträge senken. Jedoch ist dies noch nicht von allen geschehen. Unser Staat droht jetzt mit gesetzlichen Zwankverordnungen gegenüber den gesetzlichen Kassen. Wobei hier erstmal geklärt werden darf, ob es rechtlich zulässig ist...wird sich wohl lange hinziehen...

Du meintest "die Leute" könnten so einfach in die private Krankenversicherung wechseln? Leider geht das nicht mehr so einfach. Es gibt eine zweite Beitragsbemessungsgrenze - wenn dein Verdienst darunter ist, darfst du aus der gesetzlichen KV nicht aussteigen.

Der Vergleich mit den USA ist hier doch angebracht, denn dort muss jeder für eine ärztliche Behandlung zahlen. Unser Staat tendiert immer mehr in diese Richtung. Die ganzen sozialen Richtlinien, werden doch durch Sonderregelungen und Zusatzparagraphen zerstört. Die Gerechtigkeit und das wirkliche Wohl für uns alle ist nicht mehr der Grundsatz unserer Politiker...leider ist für diese Menschen nur noch wichtig, wieviel sie verdienen, welche Sonderleistungen sie erhalten und welche neuen Gesetze ihren Geldbeutel sichern und vermehren....

Ab Montag gibt es den Focus mit weiteren Einzelheiten, den werde ich mir kaufen und danach sehen, was es neues gibt.

:jump:
  • Zum Seitenanfang

n8eule

unregistriert

15

Montag, 19. Januar 2004, 00:18

Zitat

Original von luna
Der Vergleich mit den USA ist hier doch angebracht, denn dort muss jeder für eine ärztliche Behandlung zahlen. Unser Staat tendiert immer mehr in diese Richtung.


Der grosse Unterschied ist nur, dass a) die Leute in den USA es immer wussten und somit (mehr oder weniger) keine Probleme damit haben und dass b) unser soziales Gefüge zwar im Moment recht gebeutelt wird, jedoch auf soliden Mauern gebaut wurde. Die Basis kann nicht zerstört werden - sie kann nur durch marode Politik (an der wir selber schuld sind) oben ein wenig wackeln.
  • Zum Seitenanfang

Morgaine

unregistriert

16

Montag, 19. Januar 2004, 18:13

@ Nachteule: grundsätzlich kann man alles miteinander vergleichen und du vergleichst ja auch ganz gerne die Äpfel mit den Birnen;-), wenn es in deine Argumentation paßt:biggrins:

Ich denke der Vergleich zum amerikanischen System ist gar nicht weit her geholt und auch nicht fehlt am Platz und es stimmt auch, dass es den Amerikanern von Angang an klar ist, dass sie für alles Zahlen müssen. Was die Fundamente unserer medizinischen Versorgung angeht finde ich es schon beängstigend, was alles an Leistungen gestrichen wird, so nämlich auch die Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten. Beim Urulogen sind Untersuchungen zwecks Früherkennung von Prostatakrebs nicht mehr inklusive der Kassen, sondern müssen vom Patienten gelöhnt werden, ganauso wie mit den Medikamenten.

Wer mal nachrechnet wird feststellen, dass die gute Gesundheitsministerin es anscheinend nicht kann. Ich habe einen Bericht im einen der Dritten gesehen und die haben die Kalkulation mal nachgerechnet. Es ist Haarsträubend!!! Ich kann es nicht genau wiedergeben, aber am Ende kommen 5 bis 10 Euro Zuzahlung heraus(und dann wollen die Apotheken natürlich auch noch Gewinn machen:base:), die mit der Kalkulation nicht zu begründen ist, jedenfalls nicht, wenn man die Lebensumstände und die Lebenshaltungskosten der ohnehin ausgedünnten Mittelschicht, die schließlich die Kosten trägt, berücksichtigt hätte.

Ich zahle die 10 Euro anstandslos und noch kann ich es, ich weiß allerdings nicht wie darüber dächte, wäre ich in einer anderen Lebenslage....???

Da hilft nur eins, man muss einfach Millionär werden.... und dann hat man diese Probleme nicht mehr...., dann hat man andere *schmunzel* (wie man es dreht und wendet, es bleibt besch...eiden)

VLG Morgaine
  • Zum Seitenanfang

n8eule

unregistriert

17

Dienstag, 20. Januar 2004, 00:42

@Morgaine: Freilich kann man alles miteinander vergleichen - und je nach Vergleichsobjekten fallen die Unterschiede dann recht krass aus. Normalerweise versuche ich Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen und falls ich das doch tun sollte, bitte ich um sachdienliche Hinweise in meiner Argumentation und nicht einen Verweis auf Selbige oder die aus anderen Threads. Danke, Morgaine! Und noch ein Tipp zum Nachlesen: http://www.chemie.fu-berlin.de/outerspac…netiquette.html

Vorsorgeuntersuchungen werden nach wie vor von den Kassen ab eines gewissen Alters übernommen. Es steht doch ausser Frage, dass die Gesundheit der Leute den Kassen am Herzen liegt. Vorsorge und Medikamente sind zwei paar Schuhe (oder Äpfel und Birnen, Karotten oder Zwiebeln).

Viele Leute leben hier in diesem Lande und sollten sich Mühe geben, um an der sozialen und politischen Struktur etwas zu verändern.
Apotheken heissen übrigens nicht zu unrecht so... :base:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »n8eule« (20. Januar 2004, 00:47)

  • Zum Seitenanfang

Morgaine

unregistriert

18

Dienstag, 20. Januar 2004, 16:53

@ Nachteule: Meinen Kommentar, dass du Äpfel und Birnen miteinander vergleichst ist nicht als persönlicher Angriff zu verstehen, sondern sollte zeigen, dass es durchaus zulässig ist dies zu tun, um einen Sachverhalt zu verdeutlichen. Denn schließlich würden wir uns in unserer Berufssprache auch nicht verstehen und um sich trotzdem dem anderen verständlich zu machen, müssen eben mal der Broccoli und der Blumenkohl ran....außerdem wollen es ja die anderen Leser in diesem Forum auch verstehen.

Danke auch für den Link, ich hoffe du hast ihn auch gelesen und verstanden:-?

Das Vorsorgeuntersuchungen ab einem gewissen Alter wieder inklusive der Kassenleistungen sind, ist schon klar, doch Menschen mit einer genetischen Anlage zu bestimmten Krankheiten fallen leider durch das Raster. Denn was bringt mir die Vorsorgeuntersuchung ab einem gewissen Alter, wenn in der Familie die Damen und Herren schon viel früher von der Krankheit heimgesucht werden als es in der Statistik auftaucht?

Außerdem würde mich mal deine ganz persönliche Meinung interessieren und nicht immer nur diese Verallgemeinerungen hinter denen du dich und deine Meinung versteckst. "Wir sind selber schuld", so und Ähnliches habe ich schon oft von dir gelesen. Bist du denn politisch organisiert:-?, um etwas an den Umständen wie sie im Moment sind zu ändern? Ich bin es nicht. Und ganz ehrlich, wenn du mal nachrechnest wie lange du politisch organisiert sein mußt bis du überhuapt in eine Position kommst, um etwas ändern zu können ist man grauhaarig und in den Wechseljahren. Charismatisch muss man sein und nach Jahrzehnten bist du vielleicht in der richtigen Position, doch dann mußt du die Meinung und die Entscheidungen der Partei vertreten, deine Meinung ist an die Messlatte der Partei festgetackert, sonst fliegst du aus der Partei.:jump:
Ich bin deiner Meinung, dass politische Bildung wichtig ist und man wissen sollte wie dieses System funktioniert, doch ich kenne die politischen Schönwettermenschen und wie hart der Kampf hinter den Kulissen tobt. Ich werde mich sicherlich auch in Zukunft nicht politisch organisieren. Und obwohl das wahrscheinlich schon unter die Kategorie Politikverdrossenheit fällt, gehe ich wählen. Denn wer es nicht tut sollte sich auch nicht aufregen, dass seine Stimme derjenige bekommt, den er vielleicht gar nicht gewählt hätte und am Ende der gewinnt, den man überhaupt nicht sehen wollte.

Aber dafür gibt es ja die Fernsehsender, da kann man dann die nervigsten Promis wählen....;-)

VLG Morgaine
  • Zum Seitenanfang

n8eule

unregistriert

19

Mittwoch, 21. Januar 2004, 00:55

@Morgaine: Ich habe es wirklich zu persönlich aufgefasst - entschuldige bitte, Morgaine! :thx: Ich muss mir wieder mehr Ruhe zum Lesen und Schreiben gönnen...

<OT an>
Zuerstmal zu meiner persönlichen Meinung. Wenn ich schreibe, dass wir selber schuld sind, meine ich das auch so. Eine Demokratie und vor allem ein darin enthaltenes Sozialsystem lebt nun mal von dir und mir und allen anderen. Und wenn es mal nicht so läuft wie es soll, kratze ich mich am Kopf und Frage nach dem "warum". Oft komme ich dann wieder auf die Gesellschaft - auf dich, auf mich und alle anderen - zurück; so wie hier!

Aber hier gehts um ein anderes Thema - Politikverdrossenheit und so hatten wir vor Kurzem in einem anderen Thread (vor dem Crash). Wer hatte ihn begonnen? Ich weiss es nicht mehr... :base:
<OT aus>

Dann mal zu dem Vergleich mit den USA:
An meinen (eigenen) medizinisch in Anspruch genommenen Leistungen bis heute (oder besser: Solange ich gesund bin) gemessen, hätte ich viel Geld gespart welches die KV kassiert hat. Ist das ein Vorteil? Bis zu dem Punkt wo ich schwer erkranke und dauerhafte Leistungen aus der KV beziehen müsste vielleicht. Danach? :???:
Und da gebe ich dir und luna recht, dass wir uns in die Richtung bewegen alles selber zu finanzieren und gleichzeitig die gesetzlichen Beiträge zahlen zu müssen. Trotzdem kann ich mich immer noch in einer gewissen Sicherheit wiegen. :deal: Das Vertrauen zu unserem Sozialsystem gebe ich im Grunde nicht auf, es bedarf nur einer sorgsamen Pflege und da sind du, ich und allen anderen gefordert um es zu erhalten. :ok:

Ein unabdingbarer Vorteil in den Staaten ist, dass die Patienten echte "Kunden" bei den Ärzten und Apotheken sind - reale Kosten und somit ein fairer Wettbewerb unter den Medizinern. Bei uns geht fast alles über die KV und der Doc rechnet ab, was das Zeug hält - der Patient sieht es nicht (nur wenn er möchte) und die KV blutet - und somit du, ich und alle anderen ("wir").

Nun, was ist das Ergebnis meines ansatzweisen Vergleiches? Nicht schlechter, nicht besser - einfach anders! :biggrins:


Zur allgemeinen Info nebenbei:
http://www.niewiederalleine.de/related.p…rten/index.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »n8eule« (21. Januar 2004, 01:02)

  • Zum Seitenanfang

Morgaine

unregistriert

20

Mittwoch, 21. Januar 2004, 11:23

@ Nachteule: Danke für die klaren Worte :THX::biggrins:
  • Zum Seitenanfang